Gregor Kozik

Schon in den ersten Augenblicken der Konzentration, der ersten spontanen Notate, mit dem ersten Setzen der Farbfelder und den ersten psychischen Spuren des Unterbewusstseins auf dem Papier oder der Leinwand, erscheint vor meinem inneren Auge das Thema.
Ich lasse mich auf einen Prozess ein, der mit dem Hegelschen Satz: „Das Werden ist das Verschwinden von Sein in Nichts und von Nichts in Sein“ beschrieben ist. Immer wieder verändert sich Beendetes in neue Anfänge, bis sich die große Geste des Beginnens im Innern einbettet wie ein Skelett, das dem Ganzen eine Form, einen Halt, ein Verbleiben garantiert.
Darüber legt sich die Sintflut der Erscheinungen, das Lodern der Erinnerungen und das Gefrieren der Gefühle. Wenn Alles einer großen endgültigen Herrlichkeit entgegenstrebt und das überragende Gefühl von individueller Kontuinität sich einstellt, weiß ich wie ich der drohenden Erstarrung neue Energie zuführen kann. Wenn die psychische Kraft aber nicht reicht stürzt alles wie ein Schattenspiel ins Nichts zurück. So entsteht meine Kunst, so beginnen meine Projekte, Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen.
